Kunst
Der Terminus Kunst hat sich erst im späten 19. Jahrhundert gebildet, zu einer Zeit wo die Kunst schon aus dem Alltag des Menschen abgespaltet war und somit eine Trennung zwischen der „freien“ Kunst und der „angewandten“ Kunst entstand.
Die bildende Kunst ist Sprache der Formen und Farben in allen Bereichen, ob es nun alleine herrscht oder im Alltäglichen dienend beteiligt ist, denn die Wechselbeziehung und -wirkung auf den Menschen ist unbestritten. Künstlerisch tätig zu sein ist eine ursprüngliches Bedürfnis der Menschen, welches sich in unserem gestalteten Umfeld spiegelt. Leider nahm, mit der Erhöhung der Kunst und damit ihrer Verbannung in den Bereich des Luxus, das Verantwortungs- bewusstsein für das Gesicht unserer Umwelt zusehends ab. Wir sind so anspruchslos geworden, dass uns die Disharmonie um uns herum nicht mehr stört.
Alle Dinge, die wir mit unseren Augen wahrnehmen, gehören der Bildenden Kunst an, ob es nun die bedeutenden Gemälde und die Götterstatuen sind, oder die Kathedralen, die Schlösser, das Wohnhaus mit dem Garten, die Möbel, die Mode, der Schmuck, der Arbeitsplatz, das Plakat, das Buch, der Briefkopf, die Zeitschriften, die Internetseiten und vieles mehr.
Mit dem bewussten und zielorientierten Umgang von Formen und Farben, kann eine individuelle Sprache erarbeitet werden, die in der alltäglichen angewandten Kunst zum Tragen kommt. Das Erarbeiten einer bestimmten Aussage, die langfristig einen Wiedererkennungswert erhält, können wir an den Markenartikeln nachvollziehen. Dies bedingt jedoch ein konsequentes, langfristiges Durchhaltevermögen und nicht den kurzatmigen Bilderwechsel, dem wir so oft ausgesetzt werden und uns den schnellen Erfolg garantieren will.
Klare Aussagen und reduzierte Information auf das allein Wesentliche, kombiniert mit Stilelementen, die alle unsere Sinne ansprechen, führt durch die Unverwechselbarkeit gegenüber nahe Verwandten zur Alleinstellung und prägt sich auf den ersten Blick ein. Die Einbindung der „freien“ Kunst, die selbst schon individuellen Charakter aufweist, bewirkt eine Erfahrung der gesehenen Elemente, die eine persönliche Note prägt.
„Die Kunst ist auf keinem anderen Weg zu finden, als auf ihrem eigenen.
Und das ist der des Sehens und Gestaltens.“