Mit dem schnellen Blick sind ihre Bilder nicht zu erfassen.
Die sichtbare Oberfläche führt den Betrachter in tiefere Schichten der Wahrnehmung und zwangsläufig zur Auseinandersetzung mit seiner eigenen Erfahrungswelt. Entgegengesetzt der raschen Bildfolge in unserer heutigen Schnellebigkeit, halten die Werke die Zeit für einen Augenblick an. Jedes Thema nimmt in verschiedenen Bilderserien Gestalt an, wobei jedes seinen ganz eigenen Platz beansprucht und für ein Mosaikstein im Erarbeiten der Erkenntnis steht. Dabei erschließt sich durch die kontemplative Wahrnehmung eine Seite der Wahrheit, die sonst verborgen bliebe.
Schon sehr früh fand AnamCara ihre Freude zum Malen. Als Kind hatte sie die Erfahrung eines ganz persönlichen Raumes, der ihr allein gehörte.
Erstmals war es das Geheimnis des Unverfolgtseins, danach hat sie sich aus Überzeugung in diesen Raum begeben. Denn sie betrachtet ihr künstlerisches Schaffen als ein Tor in eine andere Dimension, in der sie sich selbst frei von Vorgaben, auf der Suche nach Wahrheit, überlassen ist.
„Als Kind ist jeder ein Künstler.
Die Schwierigkeit liegt darin,
als Erwachsener einer zu bleiben.“
(Pablo Picasso, 1891-1973)