Der Kunstraum als geschützter Tatort, indem ungehindert die künstlerische Tätigkeit fließen kann. Wo Gemälde aus der Farbe entstehen, die über dem Dinghaften hinaus, im Überwinden des Farbigen, Anderes offenbaren und somit zur Allegorie und Symbol wird.
Ein Raum angefüllt mit den verschiedensten Materialien, damit jede Inspiration frei wählen kann, mit welchen Materialien sie sich ausdrücken will. So spricht das Kunstwerk mit seiner Wahl von Farben und Formen seine eigene Sprache, die auch Welt-Sprache ist, von allen Völkern zu verstehen, obwohl sie sich durch ihre unterschiedlichen Dialekte anders zeigt. In solch einem Raum schwingt eine zeitlose Atmosphäre, wo die alltäglichen Gesetze nicht mehr greifen, damit andere Dimensionen der Wahrnehmung sich öffnen können und Gefühle erlebt werden, die sonst nur im innersten eines Menschen schlummern. Dort kann der kreative Schaffensprozess ausgelebt werden, welcher sich in den sichtbaren Werken ausdrückt. Dieses Erschaffen wird von dem Tastsinn begleitet, denn mit ihm erfahren wir uns selbst in der Abgrenzung zu dem Anderen, die bei der Berührung des Malgrundes mit diversen Werkzeugen stattfindet, wie auch im Malen einer Linie, die sich zu einer Form schließt, entsteht eine Grenze, die beim Verwischen die Form auflöst und mit dem Kosmos des farbigen Malgrundes wieder vereint.
Wenn das Gemälde seine endgültige Gestalt angenommen hat, verlässt es diesen Raum, damit die Menschen es lesen (sehen) und verstehen (einsehen) können, denn die Kunst ist für die aktive, allgemeine Teilnahme gemacht und steht für das Gesicht der Umwelt in unserer Verantwortung.
„Für mich ist das wie ein Wind von Farben,
der mich davon trägt, eine Musik, die ich in
den Augen empfinde ...“
„Die Kunst ist eine Alltagssache,
keine Sonntagssache.“
„Wie anspruchslos sind wir geworden,
so blind, dass uns die Missgestalt
rundum kaum mehr stört!“